Schule Höri

Mitteilungsblatt April - Beitrag Schule Höri

Verhandlungen

Schulpflegesitzung vom 27.02. und 27.03.2018

Genehmigung der Bauabrechnung für die Sanierung und Erweiterung Kindergarten Brunnehüsli
Die Primarschulpflege Höri genehmigt die vorliegende Bauabrechnung und beantragt der Primar-schulgemeindeversammlung vom 6. Juni 2018 wie folgt zu beschliessen:

  1. Die Bauabrechnung über die Sanierung und Erweiterung des Kindergartens Brunnehüsli im Bruttobetrag von Fr. 1‘336‘599.45.00, inkl. MwSt. wird genehmigt.
  2. Von der Kreditunterschreitung in der Höhe von Fr. 13'400.55, inkl. MwSt., wird zustimmend Kenntnis genommen.

Genehmigung der Jahresrechnung 2017 der Primarschule Höri
Die Primarschulpflege genehmigt die Jahresrechnung 2017 und beantragt der Primarschulge-meindeversammlung vom 6. Juni 2018 wie folgt zu beschliessen:

1. Laufende Rechnung

a) mit Fr. 4‘984‘816.38 Aufwand und Fr. 5‘053‘157.31 Ertrag und demzufolge Fr. 68‘340.93
Ertragsüberschuss;

b) der Ertragsüberschuss von Fr. 68‘340.93 wird dem Eigenkapital gutgeschrieben, welches sich per 31.12.2017 auf Fr. 2‘242‘740.66 erhöht.

2. Investitionsrechnung

a) im Verwaltungsvermögen mit Ausgaben von Fr. 1‘135‘951.05 und Einnahmen von Fr. 0.00 resultierenden Nettoinvestitionen von Fr 1‘135‘951.05.

Sportrasen – Baumassnahmen gegen Vandalismus
Vor den Sportferien wurde unser Sportrasen durch Vandalen schwer beschädigt. Durch das ille-gale Befahren der Rasenfläche entstand ein Sachschaden in der Höhe von mehreren Tausend Franken. Die Erfahrung anderer Sportanlagen zeigen, dass das Befahren erst unterbunden wer-den kann, wenn die Zufahrt auf die Anlage abgeriegelt ist.

Die Schulpflege beschliesst, die Zufahrt für Autos zum Sportrasen durch mehrere bauliche
Massnahmen mit einem Kostendach von Fr. 8‘000.- zu verhindern.

Die Schulpflege beschliesst ausserdem:
- Die Anstellung einer Lehrperson für integrative Förderung an der 2. Klasse, SJ 2018/19
- Die Anstellung einer Lehrperson für integrative Förderung im Kindergarten, SJ 2018/19
- Die Anstellung einer Lehrperson für integrative Förderung an den 1. Klassen, SJ 2018/19
- Die Anstellung einer Lehrperson für eine neue 4./5. Klasse, Schuljahr 2018/19
- Die erfolgreich durchgeführte Mitarbeiterbeurteilung von zwei Lehrpersonen
- Die Bewilligung zweier Gesuche um Rückstellung der Einschulung um ein Jahr
- Ein Timeoutprogramm und einen Einzelunterricht
- Die Anschaffung von Handtrocknern und Seifenspendern in den Schulgebäuden
- Die Bewilligung zur Durchführung der Finanzplanung in 2018

Aktuelles

Interview mit Hauswart Fredi Kreis

Mitteilungsblatt April 2018

Grüezi Herr Kreis. Danke, dass wir Ihnen ein paar Fragen stellen dürfen.

Wie alt sind Sie? 
Ich bin 56 Jahre alt.

Was war Ihr Traumberuf als Kind?
Ich wollte als Kind Polizist werden, schon vor der Kindergartenzeit. Meine Eltern hatten Freunde, die Polizisten waren und ich sah auch gerne die Polizeiautos. Leider schaffte ich die Aufnahmeprüfung nicht. Grund dafür war eine knapp ungenügende Deutschnote.

Was lieben sie an ihrem Job?
Ich liebe die Vielfältigkeit. Ich habe viele verschiedene Aufgaben. Ich habe auch gerne Kontakt zu anderen Menschen, zu Kindern, Lehrern und Handwerkern. Früher war ich Konstruktions-schlosser. Dort hatte ich immer die gleichen Aufgaben und fast keinen Kontakt zu anderen. Das störte mich. In meiner jetzigen Arbeit kann ich meine Fähigkeiten viel besser einbringen.

Was finden Sie blöd an ihrer Arbeit?
Blöd finde ich eigentlich nichts, mir gefällt eigentlich alles. Natürlich gibt es Momente, in denen man denkt: „Hätte ich doch etwas anderes gemacht.“ Aber alles in allem bin ich sehr zufrieden.

Worüber ärgern sie sich?
Eigentlich über nichts, ausser dass man manche Sachen nicht selber entscheiden und lösen kann. Zum Beispiel mit dem Auto, das über den Sportrasen gefahren ist. Solche Angelegenheiten laufen nur noch über die Behörden.

Wann haben Sie mit dem Job als Hauswart begonnen?
Ich fing 1982 an. Damals half ich beim Reinigen im Schulhaus Hinterbirch in Bülach aus. Unge-fähr sieben Jahre später bekam ich eine 50%-Anstellung mit meiner Frau zusammen. Dort arbei-tete ich bis 1997 und machte währenddessen mehrere Ausbildungen. Anschliessend kam ich nach Höri.

Fühlen Sie sich wohl in Höri?
Ja, ich fühle mich wohl. Es ist schade, dass ich (vor ca. 15 Jahren) aus meiner Wohnung musste und in Höri nichts gefunden habe.

Welche Aufgaben gehören zu Ihrer Arbeit?
Die Hauswartung ist sehr vielseitig. Am Morgen schliesst man die Türen auf und kontrolliert, ob alles in Ordnung ist. Zu meinen Aufgaben gehören das Putzen, das Kontrollieren der Heizung und anderer Geräte, Reparaturen und Absprachen mit Handwerkern. Kleinere Sachen mache ich unterdessen meistens selber. Dazu gehören Schreiner-, Metall- und Sanitärarbeiten. Bei Anlässen habe ich Kontakt mit den Vereinen. Heute erwartet man das von einem Hauswart.

Wie kann man Hauswart werden?
Ich habe Konstruktions- und Metallbauschlosser gelernt. Dann habe ich mehrere Ausbildungen und Kurse zum Thema Reinigung und erste Hilfe absolviert. Man kann auch eine Lehre als Be-triebsfachmann machen und sich dabei zum Hauswart ausbilden lassen. Anschliessend könnte man in mehreren Jahren noch Hausmeister werden.

Welche Fähigkeiten muss man haben, wenn man Hauswart werden will?
Man muss gut organisiert sein und handwerkliches Geschick haben.

Würden sie wieder Hauswart werden wenn sie nochmals 20 Jahre alt wären?
Ja, ich würde wieder Hauswart werden, wenn ich es machen könnte.
Fragen, Interview & Bilder: Anastasija N., Gabi M. & Matej S.

Mut tut gut!

Zur Einstimmung ein paar Voten aus der ersten Klasse:
Mut ist wenn man etwas Neues ausprobiert. (Aurora)
Mut ist wenn man zuoberst auf die Berge geht. (Gioja)
Mut ist wenn man „Nein“ sagt. (Ariana)
Mut ist gumpen. (Sefedin)
Mut ist wenn man auf die Bühne geht. (Ben)
Mut ist wenn man auf den Knien runter rutscht. (Julia)
Mut ist wenn ich klettere. (Erina)

Mitteilungsblatt April 2018
Mitteilungsblatt April 2018

Die ganze Schule Höri befasste sich zwei Wochen lang mit dem Thema ‚Mut’.
Als Einstieg schauten alle Klassen einen Film an, in dem der Biber Mut zeigt, weil er dem Lehrer Dachs sagt, dass der Hase gemobbt wird. (Aus der Serie „Gemeinsam sind wir Klasse“, mit-Kindern-lernen.ch, im Auftrag des Elternmagazins.) In den anschliessenden Besprechungen in den jeweiligen Schulklassen ging es unter anderem darum, was denn „helfen“ im Zusammenhang mit Mut bedeutet.
An einer Stellwand im Eingang des Schulhauses hingen drei Plakate mit den Titeln: „Ich war mu-tig, weil ich nein sagte“; „Ich war mutig weil ich einem anderen Kind geholfen habe“; „Ich war mu-tig, weil ich etwas Neues ausprobiert habe“. Darauf durften die Kinder farbige Punkte kleben, wenn sie in einem dieser Bereiche wirklich mutig gewesen waren.
Im Turnen wurde von den Lehrpersonen eine Bewegungslandschaft aufgestellt, bei der die Kinder immer wieder ihre Komfortzone verlassen konnten und Dinge ausprobierten, die sie sich vorher nicht getraut hatten.

Die Schulsozialarbeiterin besuchte alle Klassen und führte mit ihnen eine anregende Lektion mit kleinen Rollenspielen durch, in denen mutige Lösungen gefunden werden mussten.
In allen Klassen wurden Geschichten zum Thema erzählt, gelesen oder selber geschrieben.

In unserem Alltag brauchen wir immer wieder eine Portion Mut, mal eine riesig grosse, mal nur ein Portiönchen. Das Gefühl danach, etwas gewagt zu haben, ist aber immer ähnlich und tut einfach wirklich gut!
Text und Fotos: Maja Thomen