Schule Höri

Mitteilungblatt Mai 2017 - Beitrag Schule

Verhandlungen

Schulpflegesitzung vom 28. März 2017

Teilkündigungen Kommunales und Kantonales Lehrpersonal per 31.7.2017
Aufgrund der bereits beschlossenen Klassenbildung für das Schuljahr 2017/18 müssen einige Pensen von kantonalen und kommunalen Lehrpersonen angepasst werden. Die Teilkündigungen ergeben sich mehrheitlich durch Veränderungen der Schülerzahlen und die Umverteilung von kommunalen zu kantonalen – oder umgekehrt – Anstellungen.

Genehmigung der Jahresrechnung 2016 der Primarschule Höri
Die Jahresrechnung 2016 der Primarschulgemeinde liegt vor. Sie schliesst mit einem um
Fr. 39‘563.93 besseren Ergebnis ab, als budgetiert.

1. Der Jahresrechnung 2016 der Primarschulgemeinde wird wie folgt zugestimmt und zuhanden der Gemeindeversammlung vom 12. Juni 2017 verabschiedet:


1. Laufende Rechnung
a) mit Fr. 4‘770‘096.21 Aufwand und Fr. 4‘654‘790.14 Ertrag und demzufolge Fr. 115‘306.07 zu deckendem Aufwandüberschuss;
b) der Entnahme des Aufwandüberschusses von Fr. 115‘306.07 aus dem Eigenkapital.


2. Investitionsrechnung
a) im Verwaltungsvermögen mit Ausgaben von Fr. 166‘502.20 und Einnahmen von Fr. 0.00 resultierenden Nettoinvestitionen von Fr 166‘502.20

Und ausserdem wurde bewilligt:
- Stufenerhöhungen für das kantonale und kommunale Lehrpersonal nach Vorgaben der Bil-dungsdirektion des Kantons Zürich
- Einmalzulagen für das kantonale und kommunale Lehrpersonal nach Vorgaben der Bildungs-direktion des Kantons Zürich
- Überarbeitung der Verordnung über die Schulzahnpflege der Primarschule Höri
- Eine auswärtige Sonderschulung für das Schuljahr 2017/18
- Sanierung und Erweiterung Kindergarten Brunnehüsli, 8181 Höri / Diverse Arbeiten und Farbkonzept / Kreditbewilligung und Auftragsvergabe


Aktuelles

Umgang miteinander – Schulprojekt Höri – wir sind höflich!

Mitteilungsblatt Mai 2017
Mitteilungsblatt Mai 2017

Vom 27. Februar bis 10. März hat die ganze Schule Höri, vom Kindergarten bis zur 6. Klasse, am Thema «Umgang miteinander» gearbeitet.
Es ist uns sehr wichtig, dass wir alle einen freundlichen und respektvollen Umgang miteinander pflegen. Dazu gehören ganz alltägliche Dinge wie die Begrüssung, höflich miteinander zu spre-chen, Erwachsene mit „Sie“ ansprechen usw.

Folgende Inhalte haben uns unter anderem beschäftigt:
• Wie frage ich, wenn ich von jemandem etwas möchte?
• Wem sage ich «Sie»?
• Wie verhalte ich mich im Volg an der Kasse?
• Was sage ich, wenn ich Hilfe brauche?
• Wie formuliere ich, wenn mich etwas stört?

Gestartet sind alle Klassen mit der Gestaltung eines Namensschildes, welches wir über die zwei Wochen gut sichtbar angeheftet hatten. Darauf haben alle Kinder und Lehrpersonen ihren Namen, inklusiv ihrem Nachnamen geschrieben. Wir wollten aufzeigen, dass es viel persönlicher und höflicher ist, wenn man mit dem Namen angesprochen wird. Zudem wollten wir mit dem Nachnamen darauf hinweisen, dass Erwachsene mit «Sie» und dem Nachnamen angesprochen werden.

Es folgten Rollenspiele in den Klassen, angepasst an die jeweilige Altersstufe. Im Kindergarten entstand ein «Freundlich-Büchlein» mit den wichtigsten Umgangsformen, welche mit Bildern illus-triert sind. Die älteren SchülerInnen konnten mit Bildergeschichten und Texten die Formulierungen schriftlich festhalten. In der Mittelstufe wurden Szenen dargestellt, anschliessend fotografiert und mit Dialogen in Sprechblasen ergänzt. Es war eine lustvolle, spielerische Auseinandersetzung mit dem Thema.

Zusätzlich hat unsere Sozialarbeiterin Frau Hofmann in allen Klassen eine Lektion zum Thema «Umgang miteinander» durchgeführt. Einerseits ist das ein wichtiger Teil der Schulsozialarbeit, andererseits hatten die Kinder die Möglichkeit, Frau Hofmann besser kennenzulernen.


Der Abschluss unserer zwei Projektwochen war der «Sie-Tag» am Freitag, den 17. März. Wir haben uns alle mit dem Nachnamen und mit «Sie» angesprochen. Für die kleineren Kindergar-tenkinder war es etwas schwierig, aber die SchülerInnen haben freudig mitgemacht und mitunter war es sehr lustig.
Für uns alle waren es zwei gelungene Wochen, ein Bewusstwerden aller, wie gut es tut, wenn man höflich behandelt wird. Natürlich ist das Thema nie abgeschlossen und wird uns weiterhin begleiten. Es ist wie bei allem Lernen – es braucht viele Wiederholungen, um etwas zu verinnerlichen. Das Allerwichtigste ist jedoch, dass wir Erwachsenen den Kindern ein gutes Vorbild sind und mit gutem Beispiel vorangehen.

Die Erlebnisse und ein Rückblick der SchülerInnen finden sich in den nachfolgenden Berichten:

Noelia, 6. Klasse:
„Gelernt habe ich, wie man richtig höflich nach etwas fragt. Diese zwei Wochen haben mir also für mein Leben genutzt, weil ich jetzt weiss, wie man höflich nach etwas fragen kann.“

Zuzana, 6. Klasse:
„Dank diesen zwei Wochen fühle ich mich sicherer, wenn ich mit Erwachsenen spreche.“

Marisa, 6. Klasse:
„Am meisten Spass hat mir der Sie-Tag gemacht, weil man gemerkt hat, wie es sich anfühlt mit „Sie“ angesprochen zu werden.“

Deniz, 6. Klasse:
„Wir haben zusammen mit Frau Hofmann und ihrer Kollegin Sketche geprobt. Das hat mir be-sonders Spass gemacht.“

Samir, 6. Klasse:
„Ich habe gelernt, dass man die höfliche Anrede „Sie“ gross schreibt.“

Steven Schwer und Lucia Locher

Raus aus dem toten Winkel

Mitteilungsblatt Mai 2017
Mitteilungsblatt Mai 2017
Mitteilungsblatt Mai 2017

Am 23. März stand die Schule Höri ganz unter dem Motto ‚raus aus dem toten Winkel‘. Auf dem Pausenplatz war bereits früh morgens ein Lastwagen mit Absperrband bereit. Die kleinen und grossen Kinder stauten ziemlich. Ihre neugierigen und fragenden Blicke waren kaum zu überse-hen. Im Laufe des Tages veränderten sich die Blicke jedoch, denn jede Klasse hatte je einmal die Gelegenheit den Lastwagen für sich zu beanspruchen und es klärte sich, weshalb der Pausenplatz dadurch belegt war. Das Schulungsprogramm der Polizei zielte darauf, die Kinder mit einem Theorie- und einem Praxisteil auf die verschiedenen toten Blickwinkel rund um einen Lastwagen zu sensibilisieren und sie somit vor den tödlichen Gefahr im Alltag zu schützen. Im Singsaal wur-den die theoretischen Erläuterungen vom Verkehrspolizist mit Bildern und Videomaterial unter-stützt, um den Kindern die Problematik in aller Ruhe und Deutlichkeit aufzuzeigen. Während des anschliessenden Praxisteils wurde dann spielerisch ausprobiert, was ein Lastwagenführer sehen kann und was nicht. Die Kinder durften nämlich selbst ans Lenkrad sitzen, um die Sicht des Fah-rers hautnah zu testen. Die restlichen Kinder der Klasse versuchten sich gleichzeitig in den ver-schiedenen toten Winkeln zu verstecken oder eben gesamthaft sichtbar zu werden. Mich als Lehrkraft überzeugte die Übungsanlage sehr und ich bin zuversichtlich, dass mit dieser Lerneinheit ein weiterer wichtiger Grundstein zur Sicherheit der Schülerinnen und Schüler hinzugefügt wurde.
Céline Frères

Weiterbildungstag zum Thema Schreibförderung

Als Quims-Schule (Quims=Qualität in multikulturellen Schulen) tragen wir besondere Verantwor-tung für die Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund. Dank professioneller Unterstüt-zung und Begleitung durch zwei Dozentinnen der PHZH (Pädagogische Hochschule Zürich) kön-nen wir uns die nötigen Fachkenntnisse und Strategien erarbeiten, um die Schreibkompetenzen aller Schulkinder zu optimieren. Das Ziel ist, dass ihre Schrift, die Rechtschreibung und gelernte Formulierungen beim Sprechen und Schreiben ohne langes Nachdenken abgerufen werden können.

Um diesen notwendigen Formulierungswortschatz aufbauen zu können, braucht es theoretisches Wissen der Lehrpersonen und viel praktisches Training durch die Lernenden.

Am 26.Januar tauschten wir unsere Praxiserfahrungen aus und klärten offene Fragen zur Umset-zung der Thematik im Schulalltag. Wir lernten neue Schreibrituale kennen und formulierten die weitere Projektarbeit zum Training der Schreibfertigkeiten.

Praxisbeispiele sind die folgenden „Plötzlich-Geschichten“ von Zweitklässlern:
Ich spaziere durch den Zoo. Da sehe ich einen Elefant. Plötzlich spritzt er mir viel Wasser ins Ge-sicht! Zum Glück muss ich nun nicht mehr duschen!
Ich spaziere durch den Zoo. Dort sehe ich einen Vogel. Plötzlich hat der Vogel Kacki auf meinen Kopf gemacht. Ich war traurig. Zum Glück hatte ich ein Taschentuch dabei.
Ich spaziere durch den Zoo. Dort sehe ich keinen Tiger. Plötzlich hat sich der Tiger gezeigt! Zum Glück hat die Schule bezahlt.
Wir spazierten im Zoo. Dann kamen wir zu den Gorillas. Und plötzlich war ein Gorilla ans Fenster gesprungen! Alle haben gelacht: Miran, Leon, Fabian, Ich, Lars, Stella. Zum Glück ist nichts passiert.

Mitteilungsblatt Mai 2017

Bereits im Kindergarten wird der mündliche Formulierungswortschatz aufgebaut. Dies geschieht anhand kurzer, in den Kindergartenalltag eingebetteter Übungen und Spiele. Formulierungen werden mit Hilfe von Fotos geübt (zum Beispiel: Darf ich trinken? Darf ich mitspielen? Können Sie mir bitte helfen?) Dadurch wird eine schnelle Integration der fremdsprachigen Kinder gefördert. Später lernen die Kinder mit Hilfe von Bildern ein Erlebnis strukturiert zu erzählen oder etwas zu beschreiben.

Eine Kindergartenklasse beschäftigte sich mit dem Thema “Bauernhof“. Ein Besuch auf einem Bauernhof stellte einen Höhepunkt dar. Im Kindergarten durften die Kinder im Kreis ein Bild von einem Bauernhoftier auswählen und zu folgenden Fragen, die bildlich ausgelegt waren, Antworten formulieren:

Wie heisst das Tier? Wie sieht es aus? Was frisst es? Wie spricht es? Wie viele Beine hat es?

Im DaZ-Unterricht (DaZ = Deutsch als Zweitsprache) im 2. Kindergarten wurde das Thema ver-tieft, sodass die Kinder anschliessend ihr Lieblingstier der ganzen Klasse vorstellen konnten.

Nachfolgend ein Beispiel:

Mitteilungsblatt Mai 2017

Das Pferd
Mein Lieblingstier ist das Pferd.
Es ist gross. Es hat einen langen
Schwanz und eine Mähne.
Es frisst Gras, Hafer, Heu und Stroh.
Es wiehert.
Es hat vier lange und dünne Beine.


Der Schwerpunkt „Schreiben auf allen Schulstufen“ wird uns noch weiterhin in der praktischen Alltagsarbeit begleiten.
P. Signer / M. Beutler