Schule Höri

Mitteilungsblatt April - Beitrag Schule Höri

 

Schulschliessung

Schule und Kindergärten geschlossen

«Die Schulen werden geschlossen.» Diese Anweisung des Bundesrates traf am Freitag, 13. März, zwar nicht völlig unerwartet ein. Aber es ging uns wohl allen gleich: Wir mussten uns erst mit dem Gedanken vertraut machen, dass es nun wirklich ernst gilt.
Wenn Sie diese Zeilen lesen, haben sich alle irgendwie mit der neuen Situation arrangiert, das Ausserordentliche ist für eine Zeit lang unser Alltag geworden.

Aber der Reihe nach:
Zuerst ging es für uns darum, alle Familien zu erreichen und zu klären, wie die Schule mit den Kindern und Eltern in Kontakt bleiben kann. Danke für das Verständnis, wenn nicht alles auf An-hieb geklappt hat.
Während der ersten Tage planten die Lehrpersonen Lernaufträge und -angebote für ihre Klassen. Am Mittwoch wurden alle Schulkinder in kleinsten Gruppen und zeitlich gestaffelt aufgeboten, ihr Schul- und Lernmaterial in der Schule abzuholen.

Zudem wurde ein Angebot für Notfallbetreuung aufgebaut. Dabei ist wichtig, dass dieses nur von wenigen Kindern genutzt wird, da ja grössere Gruppen und Durchmischungen verhindert werden müssen. Aber es soll kein Kind ohne Betreuung bleiben, wenn es diese braucht.
Dieses Angebot bleibt während der ganzen Zeit der Schulschliessung bestehen. Für Anfragen zur Notfallbetreuung steht die Schulleitung zur Verfügung: Telefon 044 864 34 44 oder Mail: schullei-tung@schulehoeri.ch.

In den folgenden Tagen und Wochen geht es für uns um die Frage, wie wir die Kinder im Lernen von ferne begleiten können, welche Formen von Aufträgen und Rückmeldungen möglich sind und auch, was wir technisch verbessern können. Dabei ist zu bedenken, dass die Möglichkeiten und Kenntnisse in den Elternhäusern sehr unterschiedlich sind.

Während ich diese Zeilen schreibe, ist das Schulhaus wie ausgestorben. Die Kinder fehlen.
Die Lehrpersonen versuchen so gut als möglich, mit ihnen in Kontakt zu bleiben. Natürlich würden sie sie viel lieber persönlich unterrichten. Es ist eine Herausforderung, die Beziehung zu den Kin-dern aufrecht zu erhalten.

Die Arbeit in der Schule ist durch die Umstände ebenfalls erschwert: Besprechungen in grosser Runde sind nicht mehr möglich, wir müssen einander «aus dem Weg gehen» und neu Formen der Zusammenarbeit finden. Die Lehrpersonen sind – wie alle anderen auch – angehalten, möglichst von zuhause aus zu arbeiten und haben teilweise eigene Kinder oder Risikopersonen zu betreuen.

Wir haben Respekt vor all den Aufgaben, welche die Eltern nun zu bewältigen haben und wün-schen allen Familien eine gute Zeit, während der kein Unterricht im Schulhaus stattfinden darf. – Bleiben Sie gesund!

Schulleitung, C. Schudel

 

Verhandlungen

 

Schulpflegesitzung vom 03.03.2020

Die Schulpflege bewilligt:

  • Ein Dienstaltersgeschenk für 10 Jahre Schuldienst an der Schule Höri
  • Ein Dienstaltersgeschenk für 15 Jahre Schuldienst an der Schule Höri
  • Den unbezahlten Urlaub anschliessend an einen Mutterschaftsurlaub
  • Den Ersatz der Notbeleuchtung in der Glatthalle, Weiher I und II, Singsaal und Turnhalle
  • Div. Liegenschaftenunterhaltsarbeiten
  • 2 Mitarbeiterbeurteilungen für Lehrpersonen


Landverkauf

Die Schulgemeinde Höri verfügt über eine unbebaute Parzelle Kat.815 mit 478m2 an der
Wehntalerstrasse 46 in Höri.

Die Schulgemeinde braucht dieses Bauland nicht für eigene Liegenschaften. Zudem ist diese Parzelle zu weit entfernt von den anderen Schulanlagen.

Die Schulpflege bewilligt den Verkauf der Landparzelle Kat.815, Wehntalerstrasse 46 in Höri. In den Investitionen FV sind Einnahmen von Fr. 239'000.- für das Grundstück eingesetzt.

Das Land wird an den Meistbietenden verkauft, aber nicht unter Fr. 500.-/m2.
Der Baulandschätzwert für Höri, 2018, betrug Fr.650.-/m2. (Statistisches Amt, ZH)

Landverkauf Parzelle Kat. 815 - Wehntalerstrasse 46, 8181 Höri
Grundstücksgrösse 478 m2

Verkauf an den Meistbietenden jedoch nicht unter Fr. 500.-/m2
Baulandschätzwert für Höri betrug 2018 Fr. 650.-/m2 (Statistisches Amt Zürich)

Katasterplan und Baugrundstückbeschrieb auf www.schulehoeri.ch

Anfragen bitte an schulverwaltung@schulehoeri.ch oder Tel. 044 864 34 64

 

Bonjour!

«Je ne parle pas français, aber bitte red weiter…»

Wer das Lied von Namika kennt, weiss um die Bedeutung von Sprachen, hier Französisch: Diese junge Frau trifft in Paris auf einen jungen Franzosen und möchte ihn gern kennenlernen, spricht jedoch kein Französisch. Schade eigentlich…

Und genau darum geht es im Französisch-Unterricht in der Primarschule: Die Kinder sollen zu einigen Themen Wörter, Ausdrücke und Sätze kennenlernen und anwenden können, um sich «durchkämpfen» zu können, wenn’s drauf ankommt. Die Schülerinnen und Schüler sollen ein paar Grundlagen der französischen Sprache kennen und können. Dabei muss es nicht perfekt sein, was die Kinder sagen oder schreiben. Wichtiger ist vielmehr, dass die Schülerinnen und Schüler ein bisschen Französisch sprechen, um zumindest «das Eis brechen» zu können, denn das ist ja bekanntlich der Anfang für jeden Kontakt mit der Sprache, den Menschen und der Kul-tur.

Das klingt jetzt ziemlich einfach. Für viele Kinder ist Französisch jedoch sehr weit weg und wenig nützlich bis überhaupt nicht nötig. Man kann sich ja überall auf Englisch unterhalten, das ist einfa-cher; Französisch ist zu schwierig, argumentieren viele (wie Baschi: «C’est difficult!»). Das stimmt teils. Andererseits ist Französisch eine Landessprache der Schweiz und zudem die Alltagssprache von etwa 300 Millionen Menschen in Frankreich und ehemaligen Kolonien in Afrika, Asien und Übersee, von EU und UNO ganz zu schweigen. Also lohnt es sich doch, ein bisschen Französisch zu «schnuppern». Ausserdem hilft Französisch, andere romanische Sprachen schneller zu kön-nen – oder umgekehrt: Wer schon Italienisch, Portugiesisch, Rätoromanisch, Rumänisch oder Spanisch kann, lernt Französisch leichter. Schliesslich sind diese Sprachen verwandt, also Teil derselben Sprachfamilie. Das haben die 5. Klässler im Französisch-Unterricht gelernt und teilwei-se sowieso schon längst festgestellt.

In der Schule freuen sich viele Kinder zuerst aufs Französisch, finden es dann aber schnell «blöd», wenn sie merken, dass es Arbeit ist. «Voci» lernen ist Arbeit, sprechen versuchen ist Ar-beit (und misslingt manchmal), Texte hören, lesen und schreiben ist – Sie ahnen’s – Arbeit. Und wie heisst es nochmals in einem berühmten Lied? «Travailler, c’est trop dur…» Und da liegt die Schwierigkeit im Unterricht in der Schule: Einerseits sollen die Kinder Spass haben beim Lernen, andererseits müssen gewisse Teile der Sprache (Wortschatz, Grammatik), wie bei jeder anderen Sprache auch, schlicht und einfach auswendig gelernt werden, was wiederum pure Arbeit bedeu-tet.

Wer es seinem Kind erleichtern will und die Möglichkeit hat, hilft beim Aussprechen oder taucht sogar bei Gelegenheit in die Sprache ein: Verbringen Sie ein Weekend bei der Tante in Lausanne, besuchen Sie nach Möglichkeit Paris und lassen Sie Ihr Kind nicht unbedingt die gesamte Kon-versation führen, aber ein «Merci!» und ein «Bonjour!» sowie ein «Salut! Je m’appelle…» macht dort doch viel mehr Spass als im Schulzimmer. Diejenigen Schülerinnen und Schüler, die mit der Sprache in Kontakt kamen, berichten jedenfalls begeistert davon, wie sie sie erfolgreich ange-wandt haben – und erreichen oft mit weniger Aufwand bessere Noten. Und dies wiederum hilft logischerweise, die Motivation aufrecht zu halten.

Und nun noch konkret zum Unterricht seit Beginn des Schuljahres 2019/20: Die beiden 5. Klassen sind – nach dem Film zur Sprachenvielfalt der Schweiz - mit kleinen Dialogen zur Begrüssung und Verabschiedung gestartet. Dann gab’s ein Lied zum Schulanfang, anschliessend lernten wir Char-lie Chaplin kennen. Dann ging’s um die Familie. Die Kinder gestalteten zum Schluss ein Poster. Es durfte geschummelt werden, so im Stil von «Mon cousin s’appelle Cristiano Ronaldo» oder auch «Ariana Grande, c’est ma soeur». Dann lernten die Schülerinnen und Schüler, einen Text über ihre Freizeitbeschäftigungen und Hobbies zu gestalten. Anschliessend kommen die Früchte dran, später der Eiffelturm und andere hohe Gebäude.

Die 6. Klässler lernten zuerst unter anderem, wie anderswo auf der Welt Schule stattfindet und Hausaufgaben ablaufen, mussten Aufgaben dazu lösen und Texte lesen respektive sprechen üben. Dann gab’s einen Kurzfilm über das Schloss Versailles; dort ging es darum, die wichtigsten Informationen zu erfassen («Paris! Louis XIV!, Louis XV!, Louis XVI! 1789!») und einen Teil davon zu lesen. Danach ging’s weiter mit Grammatik. «La négation» - die Verneinung machte vielen Schülerinnen und Schülern sehr zu schaffen – es schien einfach nicht logisch, dass man auf Französisch zwei Wörter braucht, um «nicht» zu schreiben. Also haben wir uns nach den Weih-nachtsferien nochmals reingekniet und das «ne…pas» nochmals geübt, geübt und geübt. Jetzt können’s alle – zumindest besser als vorher.

Zuletzt noch dies: Mir ist als (zurzeit einzige) Französischlehrerin an der Primarschule Höri be-wusst, dass für viele Kinder und Eltern dieses Schulfach nicht erste Priorität hat. Ich habe also nicht die Einstellung, dass «mein Französisch» das Allerwichtigste auf der ganzen Welt sei. Den-noch freue ich mich natürlich darüber, wie viele Schülerinnen und Schüler im Unterricht gut teil-nehmen, sprechen, üben, lernen und Fortschritte machen. Wer möchte, kann gern mal zuschau-en kommen – am Besuchsmorgen oder auch zwischendurch.

Au revoir!